Preis

129,00 EUR

Typ

Bluetooth-Kopfhörer

Disclaimer:

Für diesen Test hat mir Sennheiser den Sportkopfhörer CX SPORT zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keinerlei Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts.

Im Test – Sennheiser CX Sport

Made to move – so lautet der Claim für den neuen In-Ear-Sportkopfhörer CX SPORT von Sennheiser.

Überzeugen soll der CX SPORT aber nicht nur durch sein cooles, zweckmäßiges Design, sondern hauptsächlich durch einen festen Sitz im Ohr. Denn laut Hersteller wurde der neue Sportkopfhörer dafür entwickelt, alle Bewegungen des Sportlers mühelos mitzumachen.

Lieferumfang

  • In-Ear Bluetooth-Kopfhörer CX SPORT
  • USB-Ladekabel
  • Ohradapter-Set (XS, S, M, L)
  • Ear Fins (S, M, L)
  • Kabelclip
  • Neopren-Etui
  • Handbücher (Sicherheitsfaden & Kurzanleitung)

Spezifikationen

Falls du mit den genauen Spezifikationen etwas anfangen kannst, findest du unten stehend die technischen Daten des CX SPORT von Sennheiser.

Um den Artikel lesbar zu halten, habe ich die Spezifikationen in einem aufklappbaren Modul „versteckt“ – klick einfach auf das Modul, um die technischen Daten zu öffnen.

Impedanz

28 Ohm (passiv), 480 Ohm (aktiv)


Bluetooth Version

4.2


Unterstützte Profile

A2DP 1.2
AVRCP 1.4
HSP 1.2
HFP 1.6 – HD Voice (oder höher)


Max. Schalldruckpegel

112 dB (1 Khz/0 dBFS)


Audio-Übertragungsbereich

17-21.000 Hz


Klirrfaktor bei 1 Khz

< 0,5 %


Ankopplung an das Ohr

Ohrkanal


Wandlerprinzip

Dynamisch


Gewicht

15,07 g


Audioeingang

Bluetooth


Reichweite

Bis zu 10 m


Richtcharakteristik

Omni-directional


Betriebsspannung

3.0-4.2 V


Akku (Lithium-Polymer-Akku)

Eingebauter Lithium-Ionen-Polymer-Akku


Individuelle Passform

Ohradapter: XS, S, M, L (4 Paar)
Ear Fins: S, M, L (3 Paar)


Anschluss

2 Geräte gleichzeitig (HFP/A2DP), 8 Geräte in der Pairing-Liste


Audio Codec

apt-X ® / apt-X ® LL / AAC / SBC

Sennheiser CX SPORT | RunnersFinest
Zum Lieferumfang des CX SPORT gehören nicht nur drei Paar Ear Fins und vier Paar Ohradapter in verschiedenen Größen, sondern auch ein Kabelclip, ein USB-Ladekabel und eine Neopreontasche zum sicheren Verstauen der Kopfhörer.

Einrichtung

Die Einrichtung des CX SPORT erfolgt gewohnt unproblematisch. Es reicht vollkommen aus, Blueetooth auf seinem Handy zu aktivieren, den Kopfhörer anzuschalten und das Gerät anschließend zu koppeln.

Sobald das Koppeln der Endgeräte erfolgreich war, erhält der Nutzer ein Feedback von einer freundlichen Frauenstimme („Connected!„).

Darüber hinaus bekommt man ein visuelles Feedback: Neben der Akkuanzeige auf dem Handy erscheint nun auch ein Kopfhörersymbol, welches nicht nur den aktiven Kopplungszustand, sondern auch die Batterielaufzeit des Kopfhörers anzeigt.

Hat man den CX SPORT initial mit seinem Handy gekoppelt, verbindet sich der Kopfhörer fortan automatisch mit dem Endgerät, sobald eine Bluetooth-Verbindung besteht.

Sennheiser CX SPORT | RunnersFinest
Sobald der Bluetooth-Kopfhörer mit dem Endgerät verbunden ist, erscheint ein kleines Icon oben rechts im Display, woran man auch den ungefähren Akkustand des Kopfhörers ablesen kann.

Erster Eindruck

Ich muss zugeben, beim Auspacken haben die Kopfhörer keinen hochwertigen Eindruck gemacht: Die Steuereinheit am rechten Kopfhörer wirkt sehr plastisch. Das Gegenstück auf der linken Seite wirkt klobig und zerbrechlich. Ob und welche Funktion dieses Gegenstück hat, ist mir bis heute nicht bekannt. Ich vermute, es soll den Kopfhörer austarieren.

Dafür sehen die Kopfhörer-Enden ziemlich schick aus: Zwischen den neongelben Ear Fins und den schwarzen Ohradaptern sticht das silberne Sennheiser-Logo deutlich hervor. Das verleiht dem Kopfhörer doch noch eine gewisse Hochwertigkeit.

Die Farbkombination des CX SPORT ist natürlich Geschmackssache. Mir persönlich gefällt die Hervorhebung der verschiedenfarbigen Elemente. Die neongelben Ear Fins muss man nicht zwingend nutzen. Man würde sie innerhalb der Ohrmuschel ohnehin nicht sehen. Wird der CX SPORT hinter dem Nacken getragen, sieht man auch die grellen Knöpfe der Steuereinheit nicht.

Halt & Tragegefühl

Wenn ich im Alltag Musik höre, nutze ich bevorzugt geschlossenen Over-Ear-Kopfhörer. Da diese sich zum Laufen aber nicht eignen, hatte ich mir vor Jahren individuelle Kopfhöreraufsätze anfertigen lassen. Diese Ohradapter aus Silikon haben sich meinem Gehörgang genau angepasst. Allerdings hat der Kopfhörer nicht so fest wie erhofft gesessen.

Ende 2017 bin ich zu Bluetooth-Kopfhörern gewechselt. So konnte ich zumindest dem Kabelgewirr den Kampf ansagen. Aber auch bei dem Kopfhörermodell hatte ich das Problem, dass die Stecker nicht fest im Ohr gehalten haben: Der Kopfhörer musste während des Laufens immer wieder neu justiert werden. Bei schnellen Intervall-Einheiten eine halbe Katastrophe, wenn man seinen Armschwung dadurch nie korrekt ausführen kann.

Daher hat mich der CX SPORT positiv überrascht. Dank der flexiblen Ear Fins sitzt der Sportkopfhörer nicht nur angenehm, sondern auch bombenfest im Ohr. Auch wenn es mal wieder schwitziger wird: Kein Wackeln und kein Rutschen. Bei keinem meiner Läufe ist der Kopfhörer aus meinen Ohren gefallen.

Der CX SPORT soll laut Sennheiser aber nicht nur sicher, sondern auch bequem im Ohr sitzen. Mit einem angenehmen Tragekomfort werben viele Hersteller, aber nur die wenigsten Kopfhörer lassen sich auch wirklich bequem tragen. Selbst meine Over-Ear-Kopfhörer drücken irgendwann an den Ohren.

Aber auch hier hat mich der CX SPORT überzeugt. Die Kopfhörer ließen sich auch nach einem dreistündigen Long Run angenehm tragen.

Sennheiser CX SPORT | RunnersFinest
Die flexiblen Ear Fins vom Sennheiser CX SPORT sorgen nicht nur für einen sicheren, sondern auch für einen bequemen Sitz der Ohrhörer.

Handling

Als Läufer will ich einen Kopfhörer, der sich während des Trainings gut bedienen lässt.

Zwar wirbt Sennheiser mit einer handlich ins Kabel integrierten Fernbedienung, mit der man den CX SPORT mühelos bedienen könne.

Der Praxis-Test liefert allerdings gegensätzliche Ergebnisse: Die integrierte Fernbedienung offenbart deutliche Schwächen bei der Handhabung des Kopfhörers.

Die Knöpfe auf der Steuereinheit sind flach und glatt und somit nur sehr schwer zu ertasten. Die Bedienung gestaltet sich bereits beim ersten Test auf der Couch als schwierig.

Der Steuereinheit fehlt ein prägnantes haptisches Feedback der Knöpfe, um den Kopfhörer tatsächlich mühelos bedienen zu können.

So bleibt das Bedienen des CX SPORT ein Trial and Error: Ob der Knopf, den man drückt nun für das Vor- oder Zurückspulen von Songs zuständig ist, lässt sich nur durch Testen herausfinden. In Bewegung hat die Steuerung der Musikwiedergabe daher ein äußerst hohes Frustpotenzial.

Dennoch bleibt die Bedienung funktional: Mit den drei Tasten lässt sich die Musikwiedergabe komplett steuern (Lauter, leiser, stop, play, vor und zurück) – auch Anrufe können mit dem CX SPORT gesteuert werden.

Soundqualität

Was die Anforderungen an Sportkopfhörer betrifft, priorisiere ich Funktionalität und Sitz. Selbstverständlich sollte der Kopfhörer nicht wie eine Blechbüchse klingen, aber absoluten High-Class-Sound erwarte ich natürlich auch nicht.

Für eine realistische Einschätzung der Soundqualität habe ich einen Kumpel zu Rate gezogen, der ausgesprochen viel Wert auf die Audioqualität seiner HiFi-Produkte legt. Die nachfolgenden Statements stammen aus seiner Feder.

Der CX SPORT hat einen sehr soliden Sound. Die Höhen sind dezent, aber klar. Die Mitten sind okay. Die Vocals lassen sich sehr deutlich rauszuhören, ohne im Getümmel unterzugehen – klassisch Sennheiser.

Der Bass ist betont, sauber und knackig. Allerdings könnten die Bässe noch ausgeprägter sein und tiefer in die Magengrube gehen.

Dennoch ist basslastige Musik (Elektro) die Stärke des CX SPORT. Bei Rock wird es schnell matschig, weil beispielsweise die Gitarren und die Snare vom Schlagzeug zu nah an der Gesangsstimme liegen. Die einzelnen Instrumente lassen sich nur schwer differenzieren.

Dämpfung der Außengeräusche

Der CX SPORT sorgt laut Sennheiser für höchste Dämpfung von Außengeräuschen und maximale Konzentration beim Training.

Wie stark man die Außengeräusche wahrnimmt, hängt von der Größe der Ohradapter ist. Wenn der Ohradapter den Gehörkanal komplett abschließt, ist die Dämpfung enorm. Sobald man einen kleineren Aufsatz verwendet, nimmt man auch seine Umwelt deutlicher wahr. Allerdings leidet die Soundqualität darunter, denn Bässe sind kaum hörbar.

Die Ohraufsätze, die ich momentan nutze, dämpfen die Außengeräusche tatsächlich sehr stark.

Die Eigenschaft, Außengeräusche zu dämpfen und den Sportler somit zu isolieren, mag für Kraftsportler ein wichtiges Kriterium sein. Ob überholender Radfahrer oder Auto mit Sirene – als Läufer muss ich meine Umwelt jedoch zwingend wahrnehmen können.

Ich kann den CX SPORT lediglich auf der leisesten Stufe nutzen. Andererseits würde ich meine Umwelt überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

Sennheiser CX SPORT | RunnersFinest
Das Handling des CX SPORT lässt etwas zu wünschen übrig. Die Knöpfe sind flach, glatt und deshalb nicht unbedingt gut zu ertasten. Gerade beim Laufen wird das aktive Steuern der Musik zur Herausforderung.

Bluetooth-Verbindungsstärke

Laut den Spezifikationen beträgt die Reichweite des CX SPORT bis zu 10 Metern. Da wir Sportler unser Endgerät logischerweise immer am Körper tragen, brauchen wir eine derart hohe Reichweite gar nicht.

Während meiner Läufe kam es jedoch weder zu Verbindungsabbrüchen noch zu einem Knistern, welches durch eine unzureichende Verbindungsstärke hervorgerufen wird.

Batterie-Laufzeit

Bezüglich der Batterie-Laufzeit gibt Sennheiser keinerlei Auskunft. Daher habe ich den Akku des CX SPORT an einem Tag auf Herz und Nieren getestet und solange Musik gehört bis der Akku den Geist aufgegeben hat. Sobald sich die Akkuleistung dem Ende nähert, weist die freundliche Stimme darauf hin, den Akku aufzuladen („charge headphones!„).

Insgesamt komme ich auf eine Netto-Leistung von knapp 7 Stunden. Wenn man davon ausgeht, dass man in einer Woche sieben Stunden lang Sport treibt und den Kopfhörer somit auch lediglich einmal pro Woche aufladen muss, ist das ein Ergebnis mit dem ich leben kann. Mehr Leistung brauche ich gar nicht, denn GPS-Uhr und Handy werden ohnehin täglich geladen. Ein Gerät mehr oder weniger an der Steckdose spielt dann keine Rolle mehr.

Fazit

Grundsätzlich bin ich mit dem Sennheiser CX SPORT sehr zufrieden. Die Soundqualität ist für einen Sportkopfhörer absolut in Ordnung. Viel wichtiger als der Sound ist jedoch das Tragegefühl. Wenn ich mit Musik laufen gehe, dann möchte ich durch den Kopfhörer in keiner Weise gestört werden. Das fängt bei zu viel Kabelgewirr an und hört beim Tragekomfort auf.

Genau hier hat mich der CX SPORT auf ganzer Linie überzeugt: Es stören weder Kabel, noch drückt es im Ohr. Den Kopfhörer setzt man einmal auf und läuft los – kein Gefummel, kein Nachjustieren. Man kann sich voll und ganz auf seine Trainingseinheit konzentrieren.

Trotz meiner überwiegend positiven Bewertung hatte ich mit dem CX SPORT allerdings auch ein schwerwiegendes Problem. Nach einem einstündigen Lauf bei starker Hitze ließ sich der Kopfhörer nicht mehr steuern. Ich konnte den CX SPORT weder aus- noch anschalten. Dasselbe Problem hatte ich bereits zweimal zuvor mit Kopfhörern der Konkurrenz.

Was genau da passiert ist, kann ich nicht sagen. Ich gehe allerdings davon aus, dass die starke Schweißbildung oder der Wasserdunst seinen Weg in die Steuereinheit des Kopfhörers gefunden und dort für einen Kurzschluss gesorgt hat. Das defekte Gerät musste ich leider einschicken.

Zwar hat Sennheiser mir den Kopfhörer anstandslos ausgetauscht, allerdings war dieser (wiederkehrende) Defekt der Grund, meine alten Kopfhörer gegen ein komplett anderes Modell auszutauschen.

Abschließend kann ich sagen, dass der CX SPORT festen Halt und bequemen Tragekomfort bei gewohnter Sennheiser-Soundqualität vereint. Wer also auf der Suche nach einem kabellosen Sportkopfhörer ist, sollte den CX SPORT in die engere Auswahl nehmen.

Sennheiser CX SPORT | RunnersFinest
Der Sennheiser CX SPORT erfüllt fast alle relevanten Anforderungen, die ich an einen Sportkopfhörer stelle: Kein Drücken, kein Rutschen und kein Rausfallen der Kopfhörer. Das Handling lässt allerdings zu wünschen übrig - hier gibt es deutliches Optimierungspotenzial.


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