Der VIVAWEST Marathon wurde vom Laufmagazin Runner’s World in der Kategorie bestes Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet. Kein anderer Marathon hat so viele Teilnehmer und ist gleichzeitig so preiswert. Beim VIVAWEST-Halbmarathon 2014 wollte ich mich von der Strecke und der Stimmung selbst überzeugen!

Training

Da dies mein allererster offizieller Halbmarathon war, hätte ich eigentlich viel mehr dafür trainieren sollen. Defacto habe ich aber überhaupt nicht für diesen Lauf trainiert. Jedenfalls nicht nach einem Plan. Ich bin drei bis vier Mal die Woche laufen gewesen. Im Internet hatte ich aufgeschnappt, dass es sinnvoll wäre, mindestens einmal die 20 Kilometer im Training zu laufen. Das habe ich dann auch gemacht!

Mein Jungfernlauf

Meine Eltern hatten schon einige große Laufveranstaltungen auf dem Buckel als sie mich davon überzeugen konnten mit ihnen nach Gelsenkirchen zu fahren. Für mich war das frühe Aufstehen für einen „einfachen Lauf“ absolut neu. Beim Frühstück konnte ich zum Glück auf meine langjährige Fußball-Karriere bauen, daher wusste ich auch, was mich mit der nötigen Energie versorgt und nicht zu schwer im Magen liegt.

Auf dem Weg nach Gelsenkirchen stieg dann langsam aber sicher meine Aufregung. Wir parkten an der VELTINS Arena, von wo wir die S-Bahn Richtung Startbereich nehmen mussten. Mitte Mai geht es zwar schon steil auf den Sommer zu, aber es war richtig frisch: Unbeholfen wartete ich in kurzer Hose und T-Shirt in meinem Startblock auf den Startschuss. Aufgrund eines Falschparkers auf der Strecke verschob sich der Start knappe zwanzig Minuten. Für einen Neuling natürlich der reinste Horror. Also fror ich noch weiter.

Plötzlich ging alles ganz schnell. Runterzählen des Countdowns, ein lauter Knall, Konfetti und sich bewegende Menschenmassen. Anlaufen. Stehenbleiben. Gehen. Komischer Start, dachte ich mir. Im Fernsehen sieht ein Massenstart immer geschmeidiger aus, als er in Wirklichkeit ist. Liegt vermutlich daran, dass bei großen Rennen auch nur die Elite-Truppe gezeigt wird. Vielleicht hatte ich auch einfach zu wenig Marathon-/Halbmarathon-Starts in meinem Leben gesehen.

Von Gelsenkirchen nach Essen

Passend zum Start ließ sich auch die Sonne blicken. Aber wie! In der ersten Zechensiedlung war die erste Verpflegungsstelle, die ich leichtsinnigerweise ignorierte. Die ersten zehn Kilometer waren derart hügelig, dass ich schon an den ersten gehenden Teilnehmern vorbeigelaufen bin. Es ging in Richtung Essen, genauer gesagt in den Industriekomplex Zeche Zollverein. Hier durchläuft man das ehemalige Steinkohlebergwerk, was mittlerweile von satten Grünflächen gesäumt ist. Danach laufen die Halbmarathonis über den sogenannten Nordsternweg, eine wundervolle Erzbahnstraße. Für die Bergleute erbaut, führt diese Straße zur Zeche Nordstern.

Die grüne Hölle

Der knapp sieben Kilometer lange Teilabschnitt wurde nach dem Rennen von uns die „grüne Hölle“ genannt. Sieben Kilometer geht es hier geradeaus. Die Straße ist so schmal, dass sich die Zuschauer hier auf den Brücken positionieren, um die Läufer anzufeuern. Es hat auf jeden Fall seinen Charme, aber psychologisch hatte ich das Gefühl, ich käme dem Ziel nicht näher – alles hat gleich ausgesehen!

Nach 14,5 Kilometern überquert man den Rhein-Herne-Kanal, um Richtung Nordsternpark zu laufen. Nach der grünen Hölle liefen wir also in einen wundervollen Landschaftspark auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Nordstern. Ruhrgebiet. Das verbindet man eigentlich mit Kohleflöze, Staub und Dreck. Der VIVAWEST Marathon zeigt den Läufern eine ganz andere Seite vom „Pott“. Dem hat das hervorragende Wetter natürlich in die Karten gespielt. Zum Ende des Wettkampfs hatte ich auch wirklich mit der Hitze zu kämpfen. Das gesamte Rennen hatte ich weder Wasser noch feste Nahrung zu mir genommen (bitte nicht nachmachen!), was sich auf den letzten drei Kilometern bemerkbar machte.

Ich war also heilfroh als ich nach 01:53:13 Stunden die Ziellinie passierte.

Die Fressmeile

Ja. Die Fressmeile kannte ich nur aus Erzählungen meiner Eltern. Und ja. Damit haben sie mich wirklich geködert, an einem offiziellen Lauf teilzunehmen.

Von Obst, über Marmorkuchen & Schokoriegeln bis hin zum alkoholfreien Weizen – perfekt zum schnellen Auffüllen der Energiereserven!

Die Rückgabe unserer Kleiderbeutel auf einem nahegelegenen Sportplatz verlief reibungslos. Auf dem Sportplatz dehnten und liefen sich die Finisher locker aus. Ich gesellte mich dazu, zog mich um und genoss die Sonne, während ich auf die anderen wartete.

Mein erstes offizielles Rennen hätte ich mir nicht besser vorstellen können: Die Stimmung, die Strecke, das Wetter, die Verpflegung, die gesamte Organisation – alles hat gepasst. Den VIVAWEST Marathon kann ich bedenkenlos jedermann empfehlen. Es war definitiv nicht mein letztes Rennen in Gelsenkirchen!

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