Preis

250 EUR

Sprengung

0mm

Disclaimer:

Für diesen Test hat mir ASICS den MetaRide zur Verfügung gestellt. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf den Inhalt meines Testberichts. Alle Aussagen stellen meine persönlichen Erfahrungen und Meinungen zum MetaRide dar.

Zur Produkteinführung des brandneuen ASICS MetaRide hatte mich der japanische Sportartikelhersteller zusammen mit einigen weiteren Bloggern, Social-Media-Experten und Journalisten in den ASICS Store nach Köln eingeladen.

Im Rahmen dieses Launch-Events gab Mental Coach und ASICS Frontrunnerin Daniela Dihsmaier einen Einblick in die mentalen Herausforderungen von Top-Athleten und wie Profi-Sportler mit Wettkampf- und Leistungsdruck umgehen. 

Doch bevor wir den ASICS MetaRide endlich in den Händen halten und auf die Straße bringen durften, wurden uns die Funktionen und Eigenschaften des revolutionären Laufschuhs in einem weiteren Vortrag erklärt.

Der MetaRide ist ein revolutionäres Produkt, das Läufern ermöglicht mit weniger Aufwand weiter zu laufen.
~ ASICS

Zum MetaRide sagt ASICS:

Dank seiner gebogenen Sohle mit festem Vorfußbereich ermöglicht der neutrale Laufschuh einen optimalen Aufsatz. Muskelermüdungen des Läufers sollen auf diese Weise reduziert werden.

Diese Elemente helfen, die Laufeffizienz durch eine Bewegungsverringerung der Gelenke zu erhöhen. Es konnte nachgewiesen werden, dass diese Technologien Läufern hilft, sich länger frisch zu fühlen. Somit wurde der perfekte Schuh für lange Distanzen entwickelt.

Laufschuhhersteller erzählen natürlich viel, wenn der Tag lang ist. 

Deshalb habe ich den brandneuen ASICS MetaRide über mehrere Wochen und in verschiedensten Trainingseinheiten für dich getestet. 

Ob der Laufschuh hält, was er verspricht, liest du in diesem Artikel.

Gewicht

Der neue ASICS MetaRide wiegt 580 Gramm bei einer Laufschuhgröße von 41,5.

Verglichen mit anderen Schuhen wie dem Saucony Freedom ISO (516 g) oder dem ASICS Roadhawk FF (445 g) bringt der neuste Schuh von ASICS also deutlich mehr auf die Waage als andere Modelle.

Schaut man sich mal an, wieviel Technologie im MetaRide steckt, erklärt sich auch das Gewicht des Schuhs:

Die neue GUIDESOLE des MetaRide besteht aus zwei Materialschichten. Eine festere Schicht aus FLYTEFOAM sowie einer Schicht aus FLYTEFOAM Propel. 

Zusätzlich dazu ist die Ferse des MetaRide mit einer Schicht REARFOOT-GEL gefüllt, um dem Läufer eine erhöhte Dämpfung beim Fußaufsatz zu bieten.

Zu guter Letzt hat ASICS seinem neusten Laufschuh noch den sogenannten METACLUTCH spendiert. Diese externe Fersenkappe aus Plastik, soll für die optimale Passform und Unterstützung des unteren Sprunggelenks sorgen.

Optik

Hält man den Schuh zum ersten Mal in den Händen, fällt einem direkt das Loch in der Mitte sowie an der Ferse des MetaRide auf.

Die sogenannte Guidance Line soll einen gleichmäßigeren Laufschritt fördern, indem der Schwerpunkt des Schuhs nach hinten verlagert wird. Das Problem: Dadurch wird das Abrollen über die Ferse forciert. 

Optisch vereint der ASICS MetaRide Eleganz und Dynamik – zumindest, wenn man den Schuh von der Bedeutung und Wirkung seiner Farbkombination her betrachtet.

Das schwarze (Eleganz) Obermaterial ist selbstverständlich atmungsakitv. Die rote (Dynamik) GUIDESOLE soll nicht nur den Grip, sondern auch die Haltbarkeit des MetaRide erhöhen.

Auch die leicht nach oben gebogene Fußspitze gibt nur eine Richtung vor: Nach vorne. Und das am besten schnell.

Abgesehen von seiner knallroten Sohle kommt der MetaRide allerdings ziemlich schlicht daher. Das goldene Logo und die bunt schimmernde Fersenkappe sind zwar nette Details, werten den Laufschuh optisch jedoch nicht weiter auf.

Ich persönlich mags aber auch farbig. Ganz quietschbunt müssen meine Treter zwar nicht sein. Aber auch nicht ganz so trist wie der neue ASICS MetaRide.

Unabhängig davon, ob Herren- oder Frauen-Modell: Den ASICS MetaRide gibt es derzeit nur in der Farbe schwarz/rot.

ASICS MetaRide | RunnersFinest.de
Schwarz, Rot, Gold und mit einem Loch in der Mitte. Sieht auf den ersten Blick ziemlich ungewöhnlich aus, hat aber eine spezielle Funktion. Denn durch das Loch in der Sohle wird der Schwerpunkt des Schuhs nach hinten verlagert. ASICS verspricht sich dadurch einen gleichmäßigen Laufschritt.

Passform & Tragegefühl

Die ersten Schritte mit dem ASICS MetaRide sind gewöhnungsbedürftig. Denn der neue Schuh von ASICS trägt sich eher wie ein orthopädischer Gesundheitsschuh. Oder wie die Schuhe, die beim Laufen gleichzeitig deinen Hintern trainieren sollen.

Man hat das Gefühl auf einer Wippe zu stehen.

Würde ich den ASICS MetaRide als reinen Straßenschuh tragen, würde er mir wie angegossen passen. Nichts kneift. Nichts drückt. Er trägt sich nicht schlechter oder besser als ein Laufschuh einer anderen Laufschuhmarke. 

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass man sich einen Schuh sicherlich nicht kaufen würde, wenn er nicht schon im Laden wie eine zweite Socke säße.

ASICS MetaRide | RunnersFinest.de
Schlicht aber auffällig: Statt auf grelle Neonfarben setzt ASICS beim MetaRide auf den optischen Kontrast zwischen schwarzen, atmungsaktiven Obermaterial und knallroter Sohle.

Laufgefühl

Die eben noch gelobte Passform wird dem MetaRide spätestens während des Laufens zum Verhängnis. Denn fängt der Fuß erstmal an zu arbeiten, drückt der Laufschuh an allen Ecken und Enden. 

Meine breiten Füßen finden in dem MetaRide gerade im Mittelfußbereich keinen Platz. So hat die Außenkante meines Fußes nicht nur beim ersten, sondern auch bei meinem letzten Testlauf geschmerzt.

Teilweise war ich sogar kurz davor, meinen Test an den Nagel zu hängen, weil ich meine Füße für einen Laufschuh-Test nicht langfristig schaden wollte.

Auch die Toebox im MetaRide ist etwas zu knapp bemessen.

Zu diesem Problem musst du dir allerdings nochmal die Konstruktion des Laufschuhs anschauen: Es ist unschwer zu erkennen, dass die Toebox vom neuen ASICS leicht nach oben gebogen ist. 

Egal, ob ich jetzt über die Ferse oder über den Mittelfuß abrolle – durch die erhöhte Fußspitze hatte ich das Gefühl, immer tiefer in den Schuh hinein zu rutschen. Der Winkel beim Abrollen ist schließlich höher als bei herkömmlichen Schuhen.

Was beim Laufen auf flacher Strecke schon unangenehm ist, wird bei Läufen bergab richtig schmerzhaft.

Du kannst dir also vorstellen, wie sich meine Zehen am Ende der Testläufe gefühlt haben.

ASICS MetaRide | RunnersFinest.de
Eine Hommage an die Luxus-Schuhe von Christian Louboutin: Die knallrote GUIDESOLE-Sohle soll nicht nur den Grip, sondern auch die Haltbarkeit des MetaRide erhöhen.

Wackeliger erster Lauf

So ungewohnt das erste Tragegefühl ist, so ungewohnt ist auch das erste Laufgefühl. 

Wenn du geglaubt hast, die Sohle vom MetaRide sei weich und würde beim Laufen nachgeben, muss ich dir leider den Wind aus den Segeln nehmen. 

Nicht nur die Sohle, sondern der gesamte Laufschuh ist so unflexibel wie eine Betonplatte.

An die wippenähnliche Konstruktion des Schuhs muss man sich langsam rantasten. Vor allem, wenn man eigentlich Mittelfußläufer ist und plötzlich in einen Laufstil gezwungen wird, der weder ökonomisch noch gelenkschonend ist.

ASICS wirbt damit, dass eben genau diese wippenähnliche Konstruktion den Laufzyklus optimieren soll.

Aber was ist mit den Läufern, die eben nicht über die Ferse, sondern über den Mittel- oder den Vorfuß abrollen?

Beim Aufprall auf dem Mittelfuß lande ich mit dem MetaRide exakt in der Mitte dieser Wippe. Stell dir jetzt mal vor, du hättest eine volle Cola-Dose unter deinem Schuh und würdest versuchen damit zu laufen: Ist nicht nur tierisch anstrengend, sondern auch hoch gefährlich. Denn durch diese Konstruktion wirkt der MetaRide ziemlich instabil. 

ASICS MetaRide | RunnersFinest.de
Das erste Laufgefühl mit dem MetaRide ist ziemlich ungewöhnlich. Der Schuh trägt sich nämlich wie ein orthopädischer Gesundheitsschuh.

Funktion

Bei den Laufschuh-Herstellern ist Energieeffizienz gerade ziemlich en vogue. Deshalb wurde auch der MetaRide so konzipiert, dass Läufer mit weniger Aufwand weiter laufen können.

Dafür soll die Optimierung aller Phasen des Lauf-Zyklus (Aufprall-, Abroll-, Abhebe- und Flugphase) sorgen:

  • Die erhöhte Dämpfung reduziert Muskelermüdungen beim Fußaufsatz
  • Der feste Vorfußbereich und die dynamisch gebogene Sohle sollen die Laufeffizienz durch eine Reduktion der Bewegung der Sprunggelenke erhöhen
  • Der Masseschwerpunkt des Schuhs ist näher an der Ferse. Dadurch soll es leichter sein, den Fuß nach vorne zu bringen

Der ASICS MetaRide hat jedoch ein Problem. Und zwar ein großes. Denn von all diesen vielversprechenden Eigenschaften profitieren ausschließlich Läufer, die über die Ferse abrollen. 

Der MetaRide ist also komplett für Fersenläufer konzipiert worden.

Obwohl ASICS behauptet, dass auch Mittelfußläufer diesen Schuh tragen und sogar Tempo-Einheiten bis zu einer Pace von 3:30 min/km laufen können, muss ich dieses Hersteller-Versprechen relativieren:

Klar, kann ich mit dem Schuh laufen. Auch schnell. Es macht nur allerdings überhaupt keinen Spaß.

Denn egal ob Intervalle, 10er-Runde oder long run: Ich laufe nicht nur, um schneller und ausdauernder zu werden. Ich laufe hauptsächlich, weil es mir Spaß macht und ich dadurch einen freien Kopf bekomme.

Der ASICS MetaRide ist jedoch kein Schuh, der mich dabei unterstützt.

Denn während meiner Testläufe bin ich nie richtig ins Rollen gekommen, weil ich ständig damit beschäftigt war, darauf zu achten, wo ich hintrete und vor allem, wo ich lande.

Außerdem musste ich mich permanent darauf konzentrieren, meinen natürlichen Laufstil beizubehalten.

Bei einem 6-Kilometer-Lauf durch den kölner Rheinauhafen konnten die Teilnehmer des Launch-Events den MetaRide auf Herz und Nieren testen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Man könnte meinen der ASICS MetaRide ist der neue Louboutin der Laufszene. Denn egal, ob Herren- oder Frauen-Modell, den MetaRide gibt es derzeit nur in einer Farbe: schwarz/rot.

Von einem Schuh mit einem innovativen Konzept hätte ich mir zumindest ein ebenso innovatives Design gewünscht.

Stichwort Konzept. Der MetaRide wurde von ASICS ganze zwei Jahre lang entwickelt und getestet. Das Ergebnis ist ein Laufschuh, der nur eine bestimmte Zielgruppe anspricht und in meinen Augen noch nicht komplett durchdacht ist.

Stand jetzt kommt der MetaRide nicht über die Bezeichnung Konzeptschuh hinaus. Bleibt nur noch die Frage, wer für einen unausgereiften Schuh 250 Euro bezahlt.

Folglich sammelt der MetaRide in der Kategorie Preis-Leistungs-Verhältnis keine Punkte.

Für wen ist der ASICS MetaRide geeignet?

Du bist Fersenläufer und Geld spielt für dich keine Rolle?

Dann gib dem ASICS MetaRide im Laufshop deines Vertrauens eine Chance!

Lass mich danach unbedingt wissen, wie du mit dem Schuh zurecht gekommen bist.

Vor- oder Mittelfußläufern kann ich den Schuh nicht ans Herz legen: Er zwingt seinen Träger in den ungewohnten Lauf über die Ferse.

Vorfußläufer sollten vom ASICS MetaRide unbedingt die Finger lassen! 

Denn aufgrund der erhöhten Fußspitze treten Vorfußläufer in einem besonders spitzen Winkel auf – dadurch erhöht sich die Gefahr mit dem Schuh umzuknicken!

Das behauptet ASICS

Dieser Schuh ist für Athleten, die immer die neuste und beste Technologie wollen. Sie arbeiten hart an sich und sie pushen sich beständig, um weiter und schneller zu laufen.

Sie möchten einen Schuh, der Form und Funktion mit perfekter Leistung verbindet. Genau das bietet der MetaRide. Durch sein innovatives Design und Laufgefühl, hilft er Läufern weniger Energie zu verbrauchen und somit länger laufen zu können.

Der Ansatz, den Läufer bei seinem kompletten Laufzyklus unterstützen zu wollen, ist ehrenwert. Von dieser innovativen Idee profitieren allerdings nur Läufer, die über die Ferse abrollen.

Für ambitionierte Hobbyläufer mit einem ökonomischen Laufstil ist der MetaRide daher keine Option.

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