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5. Januar 2023 // #
Zuletzt geändert am 05. Januar 2023

Chicago Marathon 2022: Das perfekte Rennen

Chicago Marathon 2022: Das perfekte Rennen

Sechs Rennen, sechs Sterne, ein Traum.

Es ist der Wunsch vieler Läufer, an jedem der World Major Marathons teilzunehmen.

Die sportliche Reise führt dabei durch die schnellsten Strecken der Welt.

Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

In "the windy city" habe ich nach meinem zweiten Stern und einer neuen persönlichen Bestzeit gegriffen.

Jeder Läufer kann einen Marathon erfolgreich absolvieren.

Davon bin ich fest überzeugt.

Motivation, Fleiß, Durchhaltevermögen und Hingabe – das sind die maßgeblichen Faktoren, um die 42,195 Kilometer am Stück laufen zu können.

Die Zielzeit lässt sich dabei bis zu einem gewissen Grad manipulieren.

Je hingebungsvoller du trainierst, desto wahrscheinlicher ist es, dass du deine anvisierte Finisher-Zeit auch wirklich erreichst.

Klar, die Zeitvorstellung sollte realistisch gesetzt sein.

Wer jedoch am Ball bleibt, strukturiert trainiert und nicht durch Überlastungsschäden zu Laufpausen gezwungen wird, kann seine Marathon-Bestzeit in einem einzigen Wettkampf durchaus um Minuten pulverisieren.

Während Marathon-Debütanten sich größtenteils auf das "Ankommen" fokussieren, versuchen erfahrene Langstreckenläufer die "magischen" Grenzen zu knacken:

Sub4h, 3:45h, 3:30h, 3:15h und nicht zuletzt die Barriere mit der größten Faszination – die Sub-3-Stunden-Marke.

Wer 2:59 Stunden im Marathon läuft, beweist nicht nur ein gewisses Maß an Lauftalent, sondern löst auch gleich das Ticket für den fiktiven und bedeutungslosen "Sub-3-Club".

Doch selbst wenn das Gros der Laufenden ihre Lieblingsbeschäftigung eher als Freizeit- statt als Wettkampf-Sport ausübt, so gibt es natürlich auch die Riege der ambitionierten Athleten, die immer nach neuen Bestzeiten strebt.

Und für letztere kann es durchaus verlockend sein, sich mit einem Sub-3-Finish beim Marathon zu den besten vier Prozent aller Läufer zählen zu können.

Und dann gibt es da natürlich noch die "World Major Marathons" (WMM).

Jeden dieser sechs "Majors" zu laufen, um sich dann "Six Star Finisher" nennen zu können, ist der Antrieb vieler Marathonis.

Die Anziehungskraft der Events liegt aber nicht nur in den schnellen und historischen Strecken begründet.

Es ist auch die Größenordnung dieser Veranstaltungen.

Jeder einzelne WMM ist eine Großveranstaltung, bei der von 30.000 (Boston) bis zu 50.000 (New York) Läufer an die Startlinie gehen.

Wer jedoch glaubt, sich für solch ein Massen-Event auf üblichem Weg einfach registrieren und dann starten zu können, irrt sich gewaltig.

Denn jede Major-Marathon-Veranstaltung verzeichnet jährlich wesentlich mehr Bewerbungen als es Startplätze gibt.

Ein "First come, first serve" Prinzip würde die Server der Online-Anmeldungen vermutlich nach wenigen Sekunden in die Knie zwingen, weshalb man sich auf ein Lotterie-Verfahren geeinigt hat:

Während der Meldefrist können Six-Star-Aspiranten ihren Namen in den Lostopf werfen.

Die glücklichen Gewinner dürfen dann eine überdurchschnittliche Startgebühr bezahlen, dafür aber an einem prestigeträchtigen Event teilnehmen.

Besonders schnelle Läufer können sich über Qualifikationszeiten eine Bib sichern:

Je nach Altersklasse müssen die Athleten jedoch eine Zeit möglichst unterhalb der drei-Stunden-Marke vorweisen können, um einen Startplatz über die "Good for Age" Kategorie zu ergattern.

Ohne Leistungsdruck

Unter drei Stunden laufen und die Qualifikationszeiten sichern – das war auch mein Ziel, um den Weg zur "Six-Star-Medaille" zu ebnen.

Doch Marathon ist Kopfsache, besonders wenn man nahe seiner Leistungsgrenze läuft und vor allem, wenn man sich vorher einem unnötigen Leistungsdruck aussetzt.

Im Jahr 2018 ist mein ersten Angriff auf die Sub3 mit einem "Did not finish" (DNF) in Hamburg gescheitert.

Fünf Monate später hat mir beim Marathon in Berlin die Tempo-Härte gefehlt.

Zwar habe ich die Ziellinie mit einer neuen Bestzeit nach 3:11 Stunden überquert, meine Gefühlslage schwankte allerdings zwischen Stolz und Enttäuschung.

Ich hatte mein Ziel schließlich um zwölf Minuten verpasst.

Es sind Jahre vergangen, ehe ich einen erneuten Angriff auf die drei-Stunde-Marke wagen sollte.

Denn eine globale Pandemie hat Lauf-Veranstalter dazu gezwungen, ihre Events entweder zu verschieben oder ganz abzusagen.

Nach Affären mit diversen Ultra-Trails habe ich diesen Sommer mit meinem Training für meinen ersten Straßen-Marathon nach vier Jahren begonnen.

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Etwas positives kann ich der Corona-Pandemie abgewinnen.

Ich habe das Laufen im Wald, im Gebirge und auf unentdeckten Trails lieben gelernt.

Und all die Bergintervalle und Longruns, die für einen erfolgreichen Ultra-Trail unabdingbar sind, haben mein Leistungsniveau auf ein völlig neues Level gehoben.

Rund einen Monat nach meinem letzten Trail-Wettkampf hatte ich mich körperlich so fit gefühlt, um die 42,195 Kilometer in unter drei Stunden als Solo-Challenge anzugreifen.

Eines Samstagmorgens habe ich mich also mit vier Energie-Gels und einem halben Liter Wasser ausgestattet, um den Rhein entlang zu rennen.

Zwar habe ich ab Kilometer 30 gegen die zunehmende Erschöpfung kämpfen müssen, richtig "explodiert" bin ich jedoch erst ab Kilometer 40.

Glücklicherweise war der Drops zu diesem Zeitpunkt schon so gut wie gelutscht.

Meine Laufuhr habe ich bei meinem Solo-Marathon nach 2:57 Minuten gestoppt.

Dieses Ergebnis hat mir für die 42,195 Kilometer in Chicago nicht nur eine Menge Selbstvertrauen gegeben.

Es hat auch den Leistungsdruck von meinen Schultern genommen – auch wenn dieser immer hausgemacht war.

Man erntet, was man sät

Die größte Herausforderung eines Marathons ist nicht der Wettkampf an sich.

Es ist das Training.

Aus dieser Erkenntnis rührt auch meine eingangs erwähnte These.

Wer seinen Trainingsplan konsequent verfolgt, wird im Wettkampf für seine harten Mühen belohnt.

Zwölf Wochen lang habe ich konsequent trainiert.

Ich bin jede Tempo- und Intervall-Einheit gelaufen, habe meine Laufschuhe am Sonntag für die Longruns geschnürt und habe selbst die so verhassten Athletik-Übungen im Fitnessstudio absolviert.

Meinen Trainingsplan habe ich nur an einer winzigen Stelle anpassen müssen.

Am Wettkampf-Tempo.

Denn ursprünglich wollte ich in Chicago auch offiziell unter drei Stunden laufen.

Allerdings habe ich meinen Leistungsstand während meiner Vorbereitung professionell analysieren lassen.

Und der Test ergab, dass mein Schwellenwert deutlich niedriger als angenommen war.

Im Training lief zunächst auch alles nach Plan.

Die Workouts waren nicht zu leicht, aber auch nicht überfordernd.

Doch je länger ich trainiert habe, desto mehr hing mir das Laufen zum Hals hinaus.

Gegen Ende des Trainingplans hatte ich das Gefühl, mein Hobby sei Arbeit, für das ich jedoch keinen einzigen Cent sehe.

Die "Double Days" waren dabei noch nicht mal das schlimmste.

Morgens ins Gym und nachmittags laufen – das kriegt man mit einem guten Zeitmanagement geregelt.

Problematisch waren die sich zunehmend leerenden Energiespeicher, die einen langen Rattenschwanz hinter sich hergezogen haben.

Schließlich gilt: Je mehr man trainiert, desto mehr sollte man auch schlafen.

Und je häufiger und intensiver man läuft, desto mehr sollte man essen.

Ich war in einem Hamsterrad gefangen, in dem der Alltag aus Training, Arbeit, Kraftübungen, Regenerationseinheiten, Nahrungsaufnahme und Nachtruhe gefüllt war.

Ein gefährlich monotoner Ablauf, der Zweifel an meinem sportlichen Vorhaben säte.

Denn kurz vor der Tapering-Phase wurden die kritischen Fragen nach dem "Warum" und was eine "gute" Marathon-Zeit im Leben überhaupt wert ist immer lauter.

Zu allem Überfluss habe ich meine sozialen Kontakte zum Schutz meiner Selbst auf ein absolutes Minimum zurückgefahren.

Vier Wochen vor dem Abflug in die USA habe ich mich vollständig von der Außenwelt isoliert.

Zu groß war die Angst, das mühsam aufgebaute Leistungsniveau durch einen Schnupfen, eine Grippe oder durch COVID zu zerstören.

Keine Experimente

Umso glücklicher war ich, mein Hotel in Chicago zwar mit einem Schlaf-Defizit, aber ansonsten vollkommen gesund zu beziehen.

Die größte Herausforderung war es, dem amerikanischen Junk Food zumindest bis zum Race Day zu widerstehen.

In einem Land, in dem Waffeln mit Ahornsirup als tägliches Frühstück verzehrt, Hotdogs, Burritos oder Burger aus Imbisswagen entlang der Straßen feilgeboten werden und Donut-Fillialen an jeder Kreuzung auf eine Schlemmertour einladen.

Mein erster Weg hat mich daher zunächst in einen Supermarkt geführt, um Haferflocken, Bananen, stilles Wasser und Nussmus zu kaufen.

Die wichtigsten Zutaten, um die gewohnte Wettkampf-Mahlzeit vorbereiten zu können.

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Am selben Tag habe ich noch die Marathon-Messe besucht.

Hier wurden die Teilnehmer zunächst durch Sicherheitskontrollen geschleust, um ihre Startnummer in Empfang nehmen zu können.

Der Erhalt der Bib war tatsächlich auch das aufregendste – bis auf die unkonventionelle Einlasskontrolle war die Messe unspektakulär.

Fast wie am Schnürchen

Am Tag des Wettkampfs klingelt der Wecker bereits um drei Uhr früh.

Dank leichtem Jetlag reißt mich der Alarm allerdings nicht vollkommen aus dem Schlaf.

Mein mit den Staaten synchronisierter Biorhythmus hätte mich spätestens eine Stunde später wach werden lassen.

Ohne großartig darüber nachzudenken, spule ich meine Race-Day-Routine ab.

Gesicht waschen, Laufklamotten anziehen, frühstücken, Kaffee trinken, Zähne putzen, obligatorischer Toilettengang, letzter Check der Ausrüstung sowie des Startbeutels und ab zum Wettkampf.

Der Chicago Marathon beginnt vergleichsweise früh.

Bereits um 7:30 Uhr werden die ersten Marathon-Läufer auf die Strecke geschickt.

Um überhaupt auf das Areal zu gelangen, muss man erneut eine Sicherheitskontrolle passieren.

Zudem sind alle Startbeutel transparent

So stellt man sicher, dass keinerlei verbotene oder gefährliche Gegenstände auf das Gelände geschmuggelt werden.

Seit dem "Boston Bombing", dem Anschlag auf den Boston-Marathon im Jahr 2013, sind die Amerikaner verständlicherweise übervorsichtig.

Better safe than sorry.

Die Wettervorhersage verspricht ideale Bedingungen.

Klarer Himmel, sieben Grad am Morgen mit einer Höchsttemperatur von 22 Grad.

Zwar fröstelt es mich, doch genauso muss es sein.

Der letzte Toilettengang wird mir beinahe zum Verhängnis.

Während selbst kleinere Lauf-Veranstaltungen mobile Pissours aufstellen, um den Andrang auf die normalen Dixi-Klos deutlich zu reduzieren, müssen auch die Herren der Schöpfung sich in die langen Warteschlangen vor den WCs einreihen.

Wildpinkler sehe ich keine – kein Wunder, denn in Illinois wird derart Verhalten mit einem Verwarn- oder Bußgeld von 35 bis 5000 Euro bestraft.

An diesem Tag werden weder Büsche noch Bäume als Toilette missbraucht.

Vom Start im Grant Park laufen die Teilnehmer direkt auf die imposanten Wolkenkratzer zu

Start ohne Fluchtverhalten

Abgesehen vom spürbaren Druckgefühl im Unterleib fühle ich mich fit und erholt.

Bei der hohen Trainingsbelastung hatte ich noch kurz vor dem Trip nach Chicago meine Bedenken, rechtzeitig und ausreichend "getapert" zu haben.

Die Zweifel verfliegen direkt mit dem Startschuss.

Trotz Vorbelastung, Langstreckenflug und ein wenig Sightseeing ist mein Körper zum richtigen Zeitpunkt topfit.

Statt ein progressives Rennen mit negativen Splits zu laufen, entscheide ich mich das Wettkampf-Tempo konstant zu halten.

Ich will ehrlich sein.

Es fällt mir schwer, die richtigen Worte für den Verlauf des Marathons zu finden.

Das liegt ausschließlich daran, dass ich bei derart Wettkämpfe nicht viel von der Strecke wahrnehme.

Voll fokussiert laufe ich also durch die Straßen von Chicago und durchquere die bekanntesten "Neighborhoods", die ich nach dem Marathon noch besuchen werde.

"Streeterville" mit seiner "Magnificent Mile", den Geschäftsbezirk "The Loop", "Chinatown".

Ganz zu schweigen von all den Wolkenkratzern, die sich majestätisch in den Himmel recken, um die städtische Skyline zu prägen.

"The windy city" ist sicherlich bewundernswert.

Mein Blick bleibt jedoch starr auf der Straße.

Selbst meine Laufuhr schwindet aus meinem Sichtfeld.

Ein Novum, denn normalerweise behalte ich Pace, Distanz und Zeit fast zwanghaft im Auge.

In Chicago ist jedoch alles anders.

Das Feingefühl für das richtige Tempo hat sich unmittelbar nach dem Start eingestellt.

Statt die Pace exzessiv zu korrigieren, lasse ich es einfach rollen.

Ich genieße die optimalen Wettkampfbedingungen und die frenetischen Fans, die durchgängig am Streckenrand klatschen, motivieren und für Stimmung sorgen.

Die Straßenschluchten in Chicago sorgen für die berühmte Thermik – zum Glück weht am Race Day nur ein warmes Lüftchen

Gut verpflegt, ist halb gewonnen

Die schnelle Strecken und die atemberaubende Stimmung sind nur zwei der vielen Vorteile eines Major-Marathons.

Die hervorragende Organisation rund um das Event muss ebenfalls erwähnt werden.

Während meines Trainings habe ich alle fünf Kilometer Wasser zu mir genommen – denn so groß ist auch der Abstand zwischen den Verpflegungsstellen bei deutschen Laufveranstaltungen.

In Chicago hingegen werden den Läufern alle 3,5 Kilometer Wasser oder Elektrolytgetränke gereicht.

Trotz meiner gefüllten Blase habe ich mir jeden Wasserbecher geschnappt, den ich greifen konnte.

Schließlich ist die Aufnahme von Flüssigkeit ein kritischer Punkt auf dem Weg zur persönlichen Bestleistung.

Meine gesamte Verpflegungsstrategie hat von diesen "Aid stations" profitiert.

Denn für den Marathon in Chicago hatte ich mich mit sogenannten "Hydrogels" ausgestattet – Energie-Gels, die nichts zwangsweise in Kombination mit Wasser aufgenommen werden müssen.

Damit der zuckrige Kohlenhydrat-Lieferant aber noch schneller vom Körper zersetzt wird, sollte dennoch immer etwas Flüssigkeit zugeführt werden.

Zudem hatte ich mir Salztabletten an die Verpackung meiner Energie-Gels geklebt, um Krämpfe vorzubeugen.

Und Tabletten lassen sich bekanntlich besser mit Wasser einnehmen.

Fünf Gels und zwei Salztabletten – das musste für den Marathon reichen.

Das letzte Energiegel habe ich griffbereit – auf 42,195 Kilometer habe ich fünf Gels zu mir genommen

Das perfekte Rennen

42,195 Kilometer können zur Qual werden.

Vor allem, wenn der gefürchtete "Mann mit dem Hammer" plötzlich auf der Strecke erscheint, um dir mit einem kräftigen Schwung sämtliche Energie aus deinem Körper zu prügeln.

Zum Glück hat es jeder Läufer selbst in der Hand, wann und wie hart er von dem Schlägel getroffen wird.

Normalerweise beginnt das Leid ab Kilometer 30.

Manchmal muss man sich aber auch schon ab der Hälfte des Wettkampfs richtig quälen.

In Chicago bleibe ich lange Zeit vom "Hammermann" verschont.

Erst auf den letzten 5000 Metern schlägt er zu.

Abrupt fühlt sich meine Pace wie schnelles Gehen an.

Zudem stellt die Streckenführung meine mentale Stärke auf die Probe.

Denn der "Home Stretch" ist ganze vier Kilometer lang.

Vier Kilometer ohne Richtungswechsel.

Dafür mit brennenden Beinen und sukzessiv schneller schlagendem Herzen.

500 Meter vor dem Ziel nehme ich die letzte Hürde.

Ein Anstieg mit 13 Höhenmeter.

Es fühlt sich an als erklimme ich den Gipfel des Mount Everest.

Doch als ich um die letzte Linkskurve biege, türmt sich der Zielbogen vor mir auf.

Ein Blick auf meine Uhr gibt mir Gewissheit.

Meine anvisierte Zielzeit wird mir niemand mehr nehmen können.

Meine Sicht wird verschwommen – Tränen benetzen meine Augen als ich die Ziellinie des Chicago-Marathons überquere und meine Uhr nach 02:38:54 Stunden stoppe.

Zugegeben: Es ist ein Ergebnis, mit dem ich vorab geliebäugelt hatte.

Dass ich die Zeit jedoch ohne die handelsüblichen Marathon-Beschwerden erreiche, hätte ich nicht zu träumen gewagt.

Die offizielle Ergebnisliste verstärkt die Wertigkeit meines persönlichen Erfolgs.

Ich belege den 338. Gesamtplatz von mehr als 39000 Finishern.

Zudem überquere ich die Ziellinie als 6. schnellster Deutscher.

Am Ende sind es bedeutungslose Zahlen, die in digitalen Archiven versinken.

Doch mich werden die 02:38:54 Stunden immer an den Tag erinnern als ich ein nahezu perfektes Rennen lief.

Für den Marathon in Chicago habe ich viel investiert. Für die harte Arbeit wurde ich angemessen entlohnt

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Robin
Laufen und Schreiben sind meine absolute Leidenschaft. Als ausgebildeter Ausdauercoach, Content-Creator und Chefredakteur helfe ich dir, deine Ziele zu erreichen. Zudem halte dich auch über die aktuellen Neuigkeiten aus der Laufszene und über das neuste Running-Equipment auf dem Laufenden. Ob schnelle 5k oder lange 100 Kilometer, ob auf der Straße, in den Bergen oder in der Wüste – ich fühle mich auf allen Strecken und in jedem Gelände wohl.

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