25. Juni 2021 // #

Trinksysteme: So nimmst du Wasser beim Laufen bequem mit

Trinksysteme: So nimmst du Wasser beim Laufen bequem mit

Wasser.

Das Elixier des Lebens.

Der Mensch kann einige Wochen ohne Nahrung überleben, ohne Flüssigkeit aber maximal drei bis vier Tage.

Kein Wunder.

Denn alle Stoffwechselvorgänge, Entgiftungsprozesse und die Wärmeregulierung im menschlichen Körper kämen ohne Wasser vollständig zum Erliegen.

Knapp 60 bis 65 Prozent des menschlichen Körpers bestehen aus Wasser.

Es ist also offensichtlich, welchen Einfluss H2O auf deinen Organismus hat.

Insbesondere als Läufer solltest du alles über einen geregelten, ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt wissen.

Ob vor dem Laufen, während eines Wettkampfs oder nach dem Training.

Wann und wie viel du im Alltag und gerade beim Sport trinken solltest, ist eine Grundvoraussetzung für deine Gesundheit, dein Wohlbefinden und für die eigene Leistungsstärke.

Allerdings nehmen die meisten Sportler kein Wasser bei ihren Trainingsläufen mit.

Aus nachvollziehbaren Gründen.

Es ist eben echt störend, eine PET- oder Trinkflasche dauerhaft in der Hand zu halten.

Das zusätzliche Gewicht ist nicht nur eine ungewohnte Belastung.

Auch das Schwappen einer halbleeren Wasserflasche kann auf Dauer ziemlich nerven.

Statt das Wasser aber gar nicht erst mitzunehmen, solltest du lieber in ein ordentliches Trinksystem investieren.

Wie sich Iso-Drinks, Wasser und Co. auch während des Laufens angenehm transportieren lassen, zeige ich dir in diesem Artikel.

Wasser beim Laufen mitnehmen

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm die heißen Temperaturen.

Selbst wenn du deine langen Dauerläufe am Wochenende am frühen Morgen läufst, wird es nach der Hälfte deiner Trainingseinheit ordentlich warm sein.

Du brauchst also eine gute Transportmöglichkeit mit der du dein Wasser beim Laufen bequem mitnehmen kannst.

Aber wie lässt sich Flüssigkeit beim Laufen am besten transportieren?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Trinkflasche in der Hand halten

Die meisten Läufer nehmen ihr Wasser auf die klassische Weise mit.

Sie halten eine Flasche beim Laufen in der Hand.

Ganz handlich sind die PET- oder Trinkflaschen aber nicht.

Gerade bei einem Longrun wird dich die Wasserflasche irgendwann stören.

Wie gut, dass es mittlerweile Soft Flasks gibt!

Das sind weiche Wasserflaschen, die sich nicht nur deiner Hand anpassen.

Mit abnehmendem Füllstand werden diese Behälter auch immer kleiner.

Bei vollständiger Entleerung passt eine 500-Mililiter-Flasche bequem in die eigene Faust oder in die Hosentasche.

Durch das entstehende Vakuum verursacht die Soft Flask außerdem keine lästigen Geräusche.

Und dank der cleveren Mundstücke fällt dir das Trinken hier auch wesentlich einfacher als aus normalen Flaschen.

Mit einer Soft Flask kannst du Wasser beim Laufen bequem transportieren und die Flasche danach sogar easy verstauen

Trinkgürtel

Zugegeben: Trinkgürtel genießen nicht den besten Ruf.

Aus gutem Grund.

Denn oft sitzen sie nicht richtig und müssen während des Laufens immer wieder nachjustiert werden.

Hast du allerdings einen passenden Gürtel gefunden, dann spielt der Trinkgurt seine Stärken aus.

Denn mit diesem Trinksystem hast du beide Hände frei und zudem noch zusätzlichen Stauraum für Energieriegel, Handy oder Taschentücher.

Die sogenannten Hydration Belts gibt es in zwei Varianten.

Bei der ersten wird die eigene Trinkflasche in dem dazugehörigen Fach verstaut.

Bei der anderen Variante sind zwei kleine 300-Milliliter-Flaschen gleich inklusive.

Das ist vorteilhaft, wenn du sowohl Wasser als auch eine isotonische Flüssigkeit mitnehmen möchtest.

Die Trinkgürtel werden häufig als störend empfunden, weil der Gurt beim Laufen ständig rutscht und wackelt

Trinkrucksack und Trinkweste

Besonders beliebt sind Trinkrucksäcke und -westen bei Ultra- und Trail-Läufern.

Während der Rucksack mehr Fassungsvermögen und meist auch noch Platz für eine Trinkblase bietet, überzeugen die Trinkwesten durch ihr leichtes Gewicht.

Zudem sitzen die Westen wesentlich enger am Körper.

Die zusätzliche Ausrüstung bemerkst du beim Laufen gar nicht.

In der Regel bieten Trinkwesten auch Platz für zwei Behälter, die vorne in den entsprechenden Fächer verstaut werden und sofort griffbereit sind.

Wenn du allerdings längere Strecken, Tagestouren oder über mehrere Etappen läufst, solltest du lieber zum Rucksack greifen.

Denn hier bietet das große Fassungsvermögen Platz für Wechselklamotten, Erste-Hilfe-Sets oder zusätzlicher Proviant.

Trinkwesten liegen eng am Körper und sind kaum spürbar – bieten allerdings auch relativ wenig Stauraum

Trink-Stopps einlegen

Natürlich kannst du auch ohne Trinkbehälter laufen, dich während deiner Läufe aber trotzdem hydrieren.

Solltest du gerne Runden laufen, kannst du deine Wasserflasche gut verstecken und dich beim Vorbeikommen daran bedienen.

Du solltest die Flasche aber wirklich gut verbergen, damit sie nicht den Pfandflaschensammlern oder Dieben zum Opfer fällt.

Das habe ich leider alles schon erlebt.

Alle Großstadtläufer haben natürlich den Vorteil, dass ein Trink-Stopp auch schnell am Kiosk eingelegt werden kann.

In diesem Fall darfst du dein Kleingeld, die EC-Karte oder heutzutage auch die Gesichtsmaske nicht vergessen.

Ein beliebter Trinkstopp kann aber auch ein Friedhof sein.

Denn die Friedhofsbrunnen sind öffentlich zugänglich und bieten immer frisches Wasser.

Natürlich solltest du dich hier sehr respektvoll verhalten.

Wasser mitnehmen Wasserstopp am Brunnen
In vielen Städten gibt es auf beliebten Laufstrecken Trinkwasserstellen

Alkoholfreies Weizen ist das Nonplusultra

Experten sind sich einig.

Ab einer Belastungsdauer von 60 Minuten solltest du während des Laufens etwas trinken, um einen Leistungsabfall zu vermeiden.

Denn grundsätzlich gilt: Je länger die Belastungsdauer, desto größer ist auch der Flüssigkeitsverlust.

Du solltest also unbedingt darauf achten, in regelmäßigen Abständen und nur schluckweise kleine Mengen Flüssigkeit aufzunehmen.

Für lange Ausdauerbelastungen sollte das Getränk möglichst isotonisch sein.

Hier hat sich die klassische Apfelschorle mit einem Mischverhältnis von 3:1 (Wasser zu Apfelsaft) bewährt.

Denn vor und während des Laufens stabilisiert die Schorle deinen Blutzuckerspiegel.

Das ideale Sportgetränk ist aber tatsächlich das alkoholfreie Weizen.

In einer Studie der Sporthochschule Köln wurde ermittelt, wie sich verschiedene Getränke mit unterschiedlichen Elektrolyt- und Kohlenhydratgehalten auf die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers auswirken.

Alkoholfreie Biere tragen somit deutlich besser zum Erhalt der Leistungsfähigkeit und zur Regeneration bei als Mineralwasser und Cola.

Logischerweise solltest du dir das alkoholfreie Bier aber erst nach dem Lauftraining gönnen.

Das alkoholfreie Weizen gehört zum Laufen dazu wie der Longrun am Wochenende

Wasser ist der Schlüssel zum Erfolg

Training, Talent, Taktik.

Im Sport gibt es viele Erfolgsgeheimnisse.

Die Basis ist jedoch immer ein gesunder, leistungsfähiger Organismus.

Sportler, die darauf achten, erreichen wesentlich schneller ein höheres Leistungsniveau als diejenigen, die zu wenig, zu viel auf einmal, zum ungünstigen Zeitpunkt oder gar etwas Falsches trinken.

Wie viel Flüssigkeit du letztendlich aufnehmen solltest, hängt vom entsprechenden Wasser- und Nährstoffverlust ab.

Er variiert je nach Intensität der Belastung, dem individuellen Fitnessstand und den äußeren Bedingungen.

Durch Schweißanalyse kannst du deinen Flüssigkeitsbedarf aber individuell ermitteln.

Für derart Diagnostik musst du noch nicht einmal in ein Labor gehen.

Mit dem Sweat Pack von BESTZEIT kannst du diese Analyse bequem von zu Hause aus durchführen.

Doch egal, ob du deinen individuellen Flüssigkeitsbedarf kennst oder nicht.

Das Trinken beim Laufen spielt eine ausschlaggebende Rolle, wenn es darum geht, die eigene Laufleistung auf ein neues Level zu heben.

Bleibt also nur noch die Frage, für welches Trinksystem du dich entscheidest.


Robin
Laufen und Schreiben sind meine absolute Leidenschaft. Als ausgebildeter Ausdauercoach, Content-Creator und Chefredakteur helfe ich dir, deine Ziele zu erreichen und dich über die aktuellen Neuigkeiten aus der Laufszene zu informieren. Ob schnelle 5k oder lange 100 Kilometer, ob auf der Straße, in den Bergen oder in der Wüste – ich fühle mich auf allen Strecken und in jedem Gelände wohl.

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