Abnehmen, Stressabbau, Spaß an der Bewegung oder Leistungssteigerung.

Es gibt genügend Gründe, regelmäßig Laufen zu gehen – hier findest du sogar ganze 58, warum du sofort mit dem Laufen anfangen solltest.

Aber was sind eigentlich die größten Vorteile, wenn du regelmäßig laufen gehst?

Und vor allem: Welche Auswirkungen hat Joggen auf deinen Körper und auf deine Gesundheit?

Diesen Fragen gehe ich in diesem Artikel genauer auf den Grund!

Laufen stärkt dein Immunsystem

Ist dir eigentlich schonmal aufgefallen, wie selten Ausdauersportler krank sind?

Zumindest, wenn sich die Laufumfänge im normalen Maß bewegen.

Gesund ist es, an 3-4 Tagen pro Woche oder alle zwei Tage laufen zu gehen – dabei sind zwischen 30-40 Wochenkilometer vollkommen ausreichend.

Läufst du allerdings mehr als 90 Kilometer pro Woche kann Ausdauersport deine Gesundheit negativ beeinflussen.

Denn der sogenannte Open-Window-Effekt führt zu einer kurzfristigen Schwächung deines Immunsystems nach langen oder intensiven Laufeinheiten.

Somit ist das Fenster für Viren und Bakterien kurzzeitig sperrangelweit geöffnet.

Laufen hält dich jung

Bei moderaten Laufumfängen stärkst du also dein Immunsystem.

Aber Jogging schützt deine Körperzellen auch vor dem Altern.

Regelmäßiges Laufen senkt das biologische Alter nicht nur um 15 Jahre.

Wenn du wiederholt Joggen gehst, erhöhst du gleichzeitig deine Lebenserwartung um ganze drei Jahre!

Das haben Forscher der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) in einer Studie herausgefunden.

Laufen stärkt das Herz

Wiederholtes Ausdauertraining löst Anpassungen in den unterschiedlichen Funktionssystemen des menschlichen Organismus aus.

Durch regelmäßiges Laufen trainierst du dein Herz-Kreislauf-System.

Hauptsächlich profitiert davon der Herzmuskel, der nach jeder Laufeinheit größer wird.

Dadurch kannst du mit einem Herzschlag auch gleichzeitig mehr Blut durch deinen Körper pumpen.

Diese Schlagleistung des Herzens wird mit dem sogenannten Herzminutenvolumen gemessen.

Es gibt an, wie groß die Blutmenge ist, die dein Herz in einer Minute pumpen kann.

Ein trainierter Herzmuskel führt zudem sowohl zu einer niedrigeren Ruheherzfrequenz als auch zu einer niedrigeren Belastungsfrequenz.

Während die Herzfrequenz bei untrainierten Leuten schnell ansteigt, erhöht sich die von trainierten Läufern wesentlich langsamer.

Nach einer Belastung sinkt die Herzfrequenz beim Trainierter auch deutlich schneller als beim Untrainierten.

Aber das ist noch lange nicht alles.

Durch regelmäßiges Laufen vergrößern sich deine Herzkranzgefäße und die Kapillardichte nimmt zu.

Und je höher die Kapillardichte, desto besser die Sauerstoffversorgung des Herzens.

Nachfolgend findest du eine Übersicht aller Anpassungen des Herz-Kreislauf-Systems:

  • Senkung der Ruheherzfrequenz
  • Senkung der Herzfrequenz bei gleichbleibender Leistung
  • Vergrößerung des Herzmuskels
  • Erweiterung der Herzinnenräume
  • Erhöhtes Schlag- und Herzminutenvolumen
  • Verbesserte Sauerstoffversorgung des Herzmuskels
  • Senkung des Blutdrucks

Laufen stärkt die Lunge

Dein Körper braucht eine andauernde Versorgung mit Sauerstoff.

Dabei gilt: Je schneller du läufst, desto mehr Sauerstoff brauchst du, um deine Muskulatur mit Energie versorgen zu können.

Deshalb atmest du beim Intervall- oder beim Tempo-Training auch hauptsächlich durch den Mund.

Als Reaktion auf das Lauftraining passt sich dein Atmungssystem an die regelmäßige Belastung an:

  • Dein Atemminutenvolumen wird erhöht
  • Deine VO2max steigt
  • Du verbesserst deine Atmungsökonomie (erhöhte Sauerstoffaufnahme bei gleicher Luftmenge)

Mehr lesen: Richtig atmen beim Laufen: Mehr Sauerstoff für mehr Leistung

Blick von oben auf eine Laufuhr mit VO2max-Wert
Die Verbesserung der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) ist nur einer von vielen Vorteilen, die regelmäßiges Laufen mit sich bringt

Laufen hilft beim Abnehmen

Da du bei sportlicher Aktivität Energie in Form von Kalorien verbrennst, eignet sich das Laufen ideal zum Abnehmen.

Wenn du regelmäßig Laufen gehst, ist auch dein Kalorienbedarf höher.

Allerdings fällt das gesunde Abnehmen vielen Leuten schwer.

Schließlich musst du trotzdem auf deine Ernährung achten.

Das ist ist jedoch eine Wissenschaft für sich.

Deshalb habe ich diese Thematik in einem separaten Beitrag für dich aufbereitet:

In meinem Artikel über Ernährungstipps für Läufer findest du wertvolle Informationen rund um die Nahrungsaufnahme von Ausdauersportlern.

Mehr lesen: Die besten Ernährungstipps für Läufer

Laufen macht glücklich

Schon auf dem Weg zur Arbeit läuft alles schief:

Stau auf der Autobahn, der Zug fällt mal wieder aus oder der Reifen vom Fahrrad hat einen Platten.

Auf der Arbeit quillt dein digitales Postfach über, übel gelaunte Kunden rufen dich ständig an und zu allem Überfluss will dein Chef auch noch auf den letzten Drücker schnell mal was erledigt haben.

Du kennst diese Tage.

Tage, an denen du am liebsten im Bett geblieben wärst.

Doch egal, wie beschissen dein Tag auch war.

Nach dem Laufen sind alle Sorgen vergessen und die Laune gesteigert.

Das ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen.

Beim Laufen werden die Glückshormone Endorphin und Serotonin ausgeschüttet.

Das hilft nicht nur gegen Angstgefühle, sondern auch bei Depressionen.

Zudem kannst du dich beim Laufen regelrecht in einen legalen Rausch versetzen.

Um das sogenannte Runner’s High zu erreichen, musst du allerdings an deine Leistungsgrenze stoßen.

Erst dann werden die Glückshormone ausgeschüttet.

Bei mir stellt sich dieser Zustand hauptsächlich bei langen Läufen und einer Intensität zwischen 75-80 % der maximalen Herzfrequenz ein.

Laufen verbessert das allgemeine Wohlbefinden

Regelmäßiges Laufen verbessert das allgemeine Wohlbefinden.

Es ist der ideale Ausgleich, wenn du nach einem stressvollen Arbeitstag den Kopf für andere Dinge wieder frei kriegen willst.

Es macht dich unfassbar stolz, wenn du trotz Regen laufen gegangen bist oder das harte Intervall-Training erfolgreich geschafft hast.

Es macht dich glücklich, wenn du schon nach wenigen Trainingseinheiten einen Fortschritt bemerkst.

Und Laufen gibt dir unglaublich viel Lebensenergie!

Laufen erhöht die Lebenserwartung

Drei Jahre länger leben?

Klingt verlockend, oder?

US-Forscher des Cooper-Instituts in Dallas haben herausgefunden, dass regelmäßiges Laufen die Lebenserwartung deutlich erhöht.

Dabei spielt es aber keine Rolle, ob du für einen Marathon trainierst oder einfach 2-3 Mal deine Hausrunde läufst.

Wenn du zwei Stunden pro Woche läufst, lebst du statistisch gesehen drei Jahr länger.

Laufen macht klug

Die Ausweichmanöver bei Wurzeln oder unebenen Straßen.

Der Slalom um Passanten auf dem Rheinboulevard.

Der kurze Sprint, um die Grün-Phase einer Ampel noch zu erwischen.

All das erhöht deine kognitiven Fähigkeiten – vorausschauendes Handeln, Multitasking, das eigene Körpergefühl und deine Motorik werden durch regelmäßiges Laufen verbessert.

Denn all diese Herausforderungen musst du innerhalb von Sekunden meistern.

Außerdem ist das Gehirn eines Läufers wesentlich besser durchblutet.

Dadurch können sich Ausdauersportler auch deutlich besser konzentrieren.

Du wirst sportlicher

Wer regelmäßig läuft, findet Gefallen an der sportlichen Aktivität.

Du wirst häufiger Strecken mit dem Fahrrad fahren, die du normalerweise nur mit dem Auto gedüst wärst.

Neben dem Laufen gehören dann plötzlich auch Krafttraining oder alternative Sportarten zu deinem Leben.

Der ganze Sport hat natürlich auch Auswirkungen auf deinen Körper.

Im Idealfall nimmst du ab und baust (sichtbare) Muskeln auf.

Für das Six-Pack empfehle ich dir übrigens dieses Core-Workout.

Mehr lesen: Krafttraining für Läufer – Die 8 besten Übungen

Auch interessant: Core-Workout: 5 effektive Übungen für starke Bauchmuskeln

Zwei Läufer halten Medaille in die Kamera
Ob Glücksgefühle nach einem erfolgreichen Wettkampf oder sportlichere Figur – regelmäßiges Laufen verbessert das allgemeine Wohlbefinden

Du schläfst besser

Bei einer Studie wurden mehr als 2600 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 85 Jahren untersucht.

Diese Zielgruppe war insgesamt für mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche sportlich aktiv.

Am Ende kam dabei raus, dass sich die Schlafqualität der Probanden um 65 Prozent erhöht hat.

Dabei solltest du jedoch darauf achten, nicht zu intensive Einheiten vor dem Schlafengehen zu laufen.

Denn je höher die Belastung, desto mehr Wachmacher schüttet der Körper in Form von Hormonen aus.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du im nachfolgenden Artikel.

Lauftraining und Schlafen: So wichtig ist gesunder Schlaf

Du stärkst Knochen und Gelenke

Joggen schadet den Gelenken!

Ein weit verbreiteter Mythos, wenn es ums Laufen geht.

Denn genau das Gegenteil ist der Fall.

Durch das regelmäßige Laufen wird die Gelenkschmiere dünnflüssiger, wodurch der Knorpel auf den Gelenkflächen besser mit Nährstoffen versorgt werden kann.

Außerdem entlasten durchtrainierte Bein- und Gesäßmuskeln deine Gelenke im Alltag.

Auch deine Knochen profitieren vom regelmäßigen Laufen.

Je härter die Belastung, desto stärker die Knochen.

Das behaupten zumindest Forscher der University of Missouri-Columbia.

Gerade im zunehmenden Alter solltest du regelmäßig trainieren, um dem Muskel- und Knochenschwund entgegenzuwirken.

Du verbesserst deine Verdauung

Verstopfungen sind eine Volkskrankheit über die niemand spricht.

Zwischen 30-60 Prozent der deutschen Bevölkerung leider öfters an einer Verstopfung.

Kein Wunder.

Eine falsche Ernährung, ein Flüssigkeitsdefizit oder ein Mangel an Bewegung können deine Verdauung lähmen.

Dagegen hilft regelmäßiges Laufen.

Denn bei lockeren Läufen im Bereich der Grundlagenausdauer wird die Durchblutung des Darms verbessert.

Infolgedessen nimmt die Darmmotorik zu – die Zeit für die Verdauung wird entsprechend kürzer.

Du stärkst dein Selbstbewusstsein

Weniger Körperfett, eine straffere Haut, mehr definierte Muskeln, eine aufrechte Haltung.

Als wären diese sichtbaren Erfolge nicht schon ein riesiger Boost für dein Selbstbewusstsein, spielen aber auch andere Aspekte eine große Rolle für ein selbstsicheres Auftreten:

Sich immer zu verbessern, deutliche Fortschritte erkennen können und sich in seinem eigenen Körper wohl zu fühlen, geben unfassbar viel Selbstbewusstsein.

Laufen verbindet

Der anerkennende Blick, wenn sich zwei Läufer treffen.

Oder der klassische Läufer-Gruß.

Selbst wenn sich zwei Einzelkämpfer auf der Laufstrecke begegnen, fühlt man sich doch immer mit der anderen Person verbunden.

Zumindest im Geiste.

Aber Laufen verbindet auch physisch.

Gerade wenn du für ein ambitioniertes Ziel trainierst und dich dafür einer Laufgruppe anschließt, steigert das deine Motivation enorm.

Und in solchen Gruppen entstehen oftmals die besten Freundschaften.

Schließlich verfolgt ihr dasselbe Hobby und könnt euch immer über die neusten Laufthemen oder Trainingstipps unterhalten.

Zwei Läufer unterhalten sich
Du triffst auf Laufevents immer neue Leute mit denen du auch sofort ins Gespräch kommst

Regelmäßiges Laufen hat viele Vorteile

Neben den gesundheitlichen Aspekten, verändert sich langfristig natürlich auch deine allgemeine Fitness.

Zudem stärkst du deine Mentalität.

Um deinen Körper an die Leistungsgrenze zu bringen und dich immer wieder aufs Neue herauszufordern, muss der Schweinehund endlos in seine Schranken verwiesen werden.

Aber egal ob Gesundheit, Erfolgserlebnisse oder Freundschaften.

Laufen ist mehr als nur ein Sport.

Laufen ist ein Lebensgefühl.

 
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